Und… Action!

40 Augenpaare sind auf uns gerichtet, neugierig mustern sie ihre neue Umgebung. Es wird getuschelt. Eine kribbelige Spannung hängt in der Luft. Deutsche und französische Wortfetzen dringen hier und da an unser Ohr.

Ja, es ist endlich wieder soweit! Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen starten wir in die diesjährige Ausgabe unseres deutsch-französischen Filmkritik-Workshops.

20 Jugendliche aus Frankfurt, Tübingen, Arras und Montreuil werden in den nächsten vier Tagen nicht nur in die Geheimnisse der Filmkritik eingeweiht, sondern entdecken auch zahlreiche Filme und treffen auf Journalisten, Filmemacher und Experten der Kinobranche.

Aber was reizt die Jugendlichen eigentlich am Kino? Was erhoffen sie sich von ihrem Aufenthalt in Cannes? Wir haben nachgefragt.

Adrian ist 14 und Schüler am Kepler-Gymnasium in Tübingen… und Kino ist fester Bestandteil seines Lebens: „Ich habe selbst schon früh Filme gemacht. Mit 6 oder 7 habe ich mir die Kamera meiner Mutter geschnappt und angefangen, meine ersten kleinen Filmchen zu drehen. Zudem bin ich schon seit langem begeisterter Kinogänger. Ins Kino zu gehen, inspiriert mich einfach wahnsinnig! Außerdem haben wir in Tübingen die Französischen Filmtage und dort haben wir in der 5. Klasse mit unserer Französischlehrerin zum ersten Mal bei dem Schülerwettbewerb teilgenommen. Das war das erste Mal, dass mein bzw. unser Film im Kino lief. Das war etwas ganz Besonderes. Und seitdem machen wir da mit, aber auf privater Ebene. Von Cannes erhoffe ich mir, richtig tolle Filme zu sehen, Inspiration mitzubekommen, gutes Wetter und nette Leute kennenzulernen.“

So sieht es auch Paula aus Frankfurt. Aufmerksam hat sie sich mit ihren 4 Mitschülerinnen das Programm angeschaut und so einen Überblick bekommen, was sie hier erwartet. „Ich denke, dass wir in dieser großen Gruppe, die wir bereits kennengelernt haben, erste Schritte in der die Filmbranche wagen dürfen, uns Kurzfilme anschauen werden und unsere Erfahrungen aus dem Unterricht weiter ausführen können.“

Deborah aus Montreuil kann es noch gar nicht richten fassen, vor Ort zu sein. Von dem Filmworkshop erhofft sie sich vor allem zwei Dinge: „Ich möchte mich gut mit den Deutschen verstehen, denn Deutsche kann ich nicht jeden Tag treffen. Ich hatte schon einmal die Möglichkeit, Zeit in einer deutschen Gastfamilie zu verbringen, aber da dachte ich, es sei das letzte Mal… Und dann möchte ich natürlich mehr über Filmkritik erfahren, das ist ja schließlich das Hauptthema. Auch wenn wir schon so einiges über die Kino- und Filmkultur wissen, das Interessanteste für mich ist es, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, und Regisseuren Fragen stellen zu können.“

Ihr Klassenkamerad Pierre weiß noch gar nicht so genau, was auf ihn zukommen wird. „Ich hoffe, dass wir morgen lernen, wie man einen Film tiefgreifender analysieren kann, um Kinofilme, die auf den ersten Blick recht simpel erscheinen, tiefgründiger zu betrachten. Und natürlich hoffe ich, dass wir alle viel Spaß hier in Cannes haben werden.“

Wir auch!

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