Lost in Translation

Das Ende unseres Workshops steht unmittelbar bevor. Zeit, Bilanz zu ziehen. Wir haben Catharina Luisa und Julien gefragt, wie sie ihre Zeit vor Ort erlebt haben.

Wie hast du dir Cannes vorgestellt, bevor du mit dem DFJW zur Semaine de la Critique gefahren bist?

Catharina Luisa : Schick und glamourös! Cannes war für mich immer die Stadt der Schönen und Reichen. Bekannt ist die Stadt ja auch vor allem durch sein Festival. Meine Vorstellung hat sich bestätigt und erweitert. Ich habe es auch als sehr hektische Stadt erlebt. Aber jetzt, wo man es mit eigenen Augen gesehen hat, hat sich der Eindruck des Schönen noch viel mehr verstärkt. Und das überwiegt, da kann man die Hektik vergessen. Zudem hatten wir tolles Wetter!

Julien : Für mich war Cannes immer eine protzige Stadt mit schönen Autos, schönen Geschäften und reichen Leuten, die flanieren. Die Stadt ist vor allem für sein Festival bekannt, wo es fast alle großen Stars anzieht. Aber gut, die sind ja nicht wirklich Teil der gleichen Welt wie wir… Jetzt, wo ich Cannes mit eigenen Augen gesehen habe, hat sich meine Meinung bestätigt.

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Wie hast du die 4 Workshoptage erlebt?

Catharina Luisa: Ich habe in den Tagen sehr viel gelernt, dadurch, dass man mit Leuten gesprochen hat. Ich habe eine neue Perspektive auf verschiedene Dinge bekommen. Ich habe nicht nur viel über Filmkunst gelernt, sondern auch viel von der französischen Kultur mitbekommen. Und auch viel Menschliches gelernt. Außerdem habe ich gelernt, wie man professionnelle Filmkritiken verfasst, wie man seine Meinung preisgeben kann, ohne dass es zu plakativ wirkt. Dass man es schafft, seine Meinung « fein » zum Ausdruck zu bringen. Außerdem habe ich Berufe kennengelernt, von denen ich vorher nichts gewusst habe. Und wie so ein Filmfestival abläuft und wie viel Arbeit da eigentlich drin steckt.

Julien: Der Workshop war super. Wir haben außerordentliche Leute getroffen und viele Sachen gelernt. Wir haben mit den VIPs der Semaine de la Critique diskutiert, die uns ihre Berufe erklärt haben. Wir haben auch gelernt, wie man Filmkritiken schreibt und einen Radiobeitrag realisiert. Es ist wirklich eine einmalige Chance hier zu sein, auch wenn das Programm gut vollgepackt war und wir alle müde sind. Aber es ist eine angenehme Müdigkeit, deswegen ist das schon voll in Ordnung. 

Wie lief es mit den Schülern aus Frankreich?

Catharina Luisa: Der Austausch mit den Franzosen lief gut. Die Franzosen sind immer sehr gut drauf gewesen, hat es viel leichter gemacht, weil die sehr offen waren, lustig und angenehm.

Julien: Wir haben leider nicht allzu viel mit den Deutschen geredet, außer während der Gruppenarbeiten. Das lag bestimmt auch daran, weil es nur Mädchen waren. Ich denke, dass es leichter gewesen wäre, wenn wir ein paar mehr Jungs gewesen wären. In Tübringen zum Beispiel waren wir mehr Jungs, das war besser. Aber naja, das liegt bestimmt auch an unserem Alter. 

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Welcher Film hat dir am besten gefallen?

Catharina Luisa: Der Film, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird, ist Limbo: Es war der erste Beitrag, den wir gesehen haben, und so eine Form von Film war mir vorher noch nie begegnet. Die Stimmung, die der Film transportiert, ist voll bei mir angekommen und hat mich richtig mitgenommen.

Julien: Mein Lieblingsfilm war Victoria, denn mir haben die Schauspieler gefallen. Die haben wirklich gut gespielt. Wie ich es schon in meiner Filmkritik gesagt habe, fand ich ihre Mimik sehr beeindruckend. Ich hatte das Gefühl direkt bei ihnen zu sein, zu fühlen, was sie fühlen. Eine schöne Geschichte! Eine Frau schafft es, all ihre Alltagsprobleme zu regeln, das zeigt das schöne Leben einer Hausfrau.

Wie geht es jetzt weiter?

Catharina Luisa : Ich war schon vorher sehr an der Filmkunst interessiert, aber jetzt, wo ich die kraftvollen Seiten gesehen habe, und auch, dass um so ein Thema so viel Wirbel gemacht wird, hat mich total begeistert. Und dass man sein Hobby, zum Beispiel Filmeschneiden, zum Beruf machen kann. Das reizt mich, dass auch später zu machen. Denn Filme sind viel mehr als gedrehte Szenen, die im Kino laufen!

Julien:  Berufe im Kinobereich begeistern mich, ich hoffe, dass ich auch später im audiovisuellen Bereich arbeiten kann!

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